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Cobrra Nemo2 Kettenoiler im Test

Der Nemo2 Kettenöler bringt den Ölbehälter ans Lenkrad

Der Nemo2 macht es einfach mal ganz anders. Bei diesem Kettenöler erübrigt sich die Suche nach einem passenden, unauffälligen Plätzchen für den Öltank irgendwo im Heckbereich des Motorrades. Der CNC-gefräste Alu-Behälter prangt vielmehr dekorativ am Lenker. Zu Befestigung hier kann eine hochwertige Halterung zusätzlich bestellt werden, die allerdings mit doch stattlichen 35 Euro zu Buche schlägt. Der Nemo2 Kettenöler selber, der übrigens aus der Slowakei stammt, kommt dagegen vergleichsweise günstig für rund 100 Euro ins Haus

Kettenöler Nemo2 Komplettset, Kettenschmiersystem universell für Motorrad und Quad/ATV
Preis: EUR 118,17
4 neu von EUR 88,260 gebraucht

5.000 Kilometer mit einer Füllung

Nach der Montage des Ölers am Lenkrad braucht die Leitung nur noch durch das Bike nach hinten verlegt und das Endstück an der Schwinge fixiert zu werden – das war’s. Schon ist das System einsatzbereit und kann befüllt werden. Dazu wird der leere Ölbehälter in die tiefste Position bewegt und beim Eingießen des Öls langsam nach oben gedreht. Am Ende kommen so etwa 30 ml in den Tank. Das ist nicht viel, aber immerhin genug für rund 5.000 km. Die Bedienung erfolgt nun durch eine Drehung am Öler in Pfeilrichtung. Bei einer Vierteldrehung wird für anderthalb Minuten Öl abgegeben. Dies wird im Falle von normalen Witterungs- und Straßenbedingungen empfohlen und reicht für etwa 350 km. Bei Regen und im Gelände kann eine Drehung um 180 Grad vorgenommen werden, durch die die Kette für drei Minuten geschmiert wird.

Cobrra Nemo2 – Druckprinzip wie bei einer Pumpe aber manuell

Das Öl wird nicht mithilfe der Schwerkraft an die Kette geleitet sonder unter Druck herausgepresst. Daher ist auch bei Kälte, wenn das Öl zähflüssiger wird und Schwerkraft-Systeme Probleme bereiten, ein einwandfreier Betrieb gewährleistet. Unter den manuellen Kettenölern stellt der Nemo2 gewiss eine der Interessantesten Lösungen dar, da das Schmiermittel nicht in einem Schub sondern viel feiner über den gewählten Zeitraum abgegeben wird. So wird das Öl besser verteilt und die Gefahr eines Abschleuderns vermindert. Wird die teure Halterung eingerechnet, ist dafür aber auch ein nicht unerheblicher Geldbetrag hinzulegen.