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Öl für Kettenöler

Welches Öl sollte für den für Kettenöler verwendet werden?

Ein augenfälliges Merkmal von Kettenspray sind seine enormen Hafteigenschaften. Sie sind derart ausgeprägt, dass der Schmutz gleich mit an die Kette gebunden wird, wo er auch bei regelmäßigem Abwischen die Lebenszeit der Kette verkürzt. Bei einem Kettenöler sollte das natürlich nicht passieren. Hier geht es ja gerade darum, dass der Ölfilm nicht mit Ewigkeitsgarantie an der Kette haftet, sondern bei manuellen Systemen regelmäßig und bei automatischen Systemen kontinuierlich erneuert wird, damit die Kette sauber bleibt ohne trockenzulaufen. Auf der anderen Seite wird jedoch ein zu dünnflüssiges Öl, wie viele Motoröle, in dem Moment, da die Kette hefig in Bewegung gerät, einen Verbleib auf derselben vollständig verweigern und stattdessen das Weite suchen. Bio-Öle scheiden ebenso komplett aus, da sie einfach zum Verharzen neigen.

Getriebeöl oder Kettensägenhaftöl

Als Lösung wird hier häufig ein sehr preiswert erhältliches mineralisches Hypoidgetriebeöl SAE 80 B 90 – auch bekannt als einfaches Getriebeöl – empfohlen. Es ist zähflüssiger und haftet besser als Motoröl. Namentlich zum Nemo2 Kettenöler ist dies nach Hersteller- sowie Anbieterangaben die erste Wahl. Als Alternative wird von anderer Seite jedoch häufig ein Haftöl für Kettensägen ins Gespräch gebracht. Es ist etwas teurer als das Getriebeöl, was allerdings bei dem geringen Verbrauch irrelevant ist. Der K-ö-S Kettenöler setzt auf ein solches Haftöl, indem dem Set gleich 250 ml beiliegen. K-ö-S hat sich dabei für ein halbsynthetisches Produkt aus dem Hause Stihl entschieden, das insbesondere bei langfristigem Verbleib im Ölbehälter gegen ein Verharzen geschützt ist.

Spezialöl von ScottOil in zwei Versionen

In der Profiliga der Öle für Kettenöler kommt man allerdings nicht am ScottOil vorbei. Es ist zwar noch etwas kostspieliger, aber auch hier bleiben die Kosten auf 100 Kilometer, für die ein Verbrauch von etwa 2,5 ml eingerechnet werden muss, im ein- bis überschaubar zweistelligen Cent-Bereich. Dafür hat das ScottOil den Vorteil, dass es in zwei Varianten angeboten wird. In der blauen Standard-Version ist es auf mitteleuropäische Gegebenheiten bei Temperaturen zwischen Null und 30 Grad Celsius ausgelegt. Daneben gibt es die rote High-Temp-Edition. Dieses Öl ist dickflüssiger und kommt auch mit sommerlichen Bedingungen in Südeuropa zurecht. Das ScottOil ist zwar speziell für Scottoiler Systeme entwickelt worden, kann aber natürlich auch in anderen Kettenölern eingesetzt werden. Erhältlich ist es im 125-ml-Behälter für knapp acht Euro, in der 250-ml-Flasche für zehn und im Halb-Liter-Pack zu ökonomischen 13 Euro.