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Osco Kettenöler im Test

Der Osco Kettenöler – etwas für Gelegenheitsfahrer

Auf seiner Website preist der niederländische Hersteller sein Schmiersystem als “semi-automatically” an. Tatsächlich ist es allerdings mehr manuell bedienbar als halbautomatisch. Wie auch immer: das OSCO-System gibt es in Silber / Aluminium und Schwarz. Dahinter steckt ein minimalistischstes Konzept der Kettenschmierung. Das Set besteht aus einem Ölbehälter mit einem Fassungsvermögen von 50 ml. Dazu kommen ein Schlauch und ein Endstück. Außerdem ist ein Montageblech für den Behälter sowie eine leider etwas rudimentäre Beschreibung beigelegt. Das Blech kann an einer geeigneten Stelle beispielsweise am Bremsschlauchhalter angebracht werden. Dann wird der Ölbehälter drauf geschraubt und der Schlauch auf den Kettenschutz verlegt, in den ein kleines Loch gebohrt werden muss, damit das Endstück dort befestigt werden kann.

Osco Kettenschmiersystem – Ölabgabe durch Unterdruck

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Der große Trick besteht nun darin, den Heber am Ölbehälter nach oben zu ziehen. So entsteht ein Unterdruck, durch den eine winzig kleine Menge Öl durch den Schlauch auf die Kette befördert wird. Nach Herstellerangaben sind dies etwa zwei ml. Die Empfehlung lautet hier, die Ölung bei jedem Tanken durchzuführen. Tests haben aber gezeigt, dass so schon beim Anfahren ein Großteil des Öls auf der Straße, der Verkleidung oder anderen Motorradteilen landet. Eine bessere Methode ist, das Bike bei laufendem Motor aufzubocken, den Heber zu betätigen und ganz leicht Gas zu geben, dass sich das Öl verteilen aber nicht abgeschleudert werden kann. Dazu muss allerdings ein Hauptständer vorhanden sein.

Stolzer Preis für manuellen Kettenöler

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Unterm Strich allerdings ist die OSCO-Einfach-Lösung mit einem Preis von 130 Euro ein durchaus kostspieliges Vergnügen, das nur geringfügig mehr Komfort bietet, als der Einsatz einer Spraydose. Für Gelegenheitsfahrer, die die einfache Montage schätzen, kann das vielleicht ausreichen. Biker, die regelmäßig im Sattel sitzen, sollten aber eine aufwändigere Lösung in Betracht ziehen. Einen Exotik-Punkt bekommt OSCO dennoch. Das System ist nämlich auch in einer Version für Mofas, Mopeds und sogar Fahrräder auf Anfrage beim Hersteller erhältlich.